Der Landkreis Nürnberger Land will seine klimaschutzpolitischen Aktivitäten gemeinsam mit seinen kreisangehörigen Kommunen verbessern und Strukturen innerhalb dieses Themenfelds noch besser vernetzen und koordinieren.
In zwei kreisangehörigen Kommunen wurden bereits eigene Integrierte Klimaschutzkonzepte erarbeitet. Weitere Informationen zu diesen Integrierten Klimaschutzkonzepten finden sie hier:
Als erste konkrete Maßnahme wurde am 28. September 2011 in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Nürnberger Land beschlossen.
Mit der Durchführung der Studie wurde das Institut für Energietechnik GmbH (IfE) an der Hochschule / Weiden Amberg beauftragt. Geschäftsführer des IfE ist Herr Prof. Dr. Brautsch. Er ist u.a. auch Mitglied in der Expertenkommission der Bayerischen Staatsregierung für Energieforschung und Energietechnologie.
Ziel ist es, mit diesem Konzept – unter intensiver Einbindung relevanter Akteure - eine strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen zu schaffen. Zudem wird in nachfolgenden Projektphasen ermittelt, in welchem Umfang die Einführung der verschiedenen Erneuerbaren Energiequellen zu fördern ist, wie diese umwelt- und sozialverträglich einzuführen sind und welche Maßnahmen dafür zweckdienlich sein werden. Dies soll und kann nicht ohne Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit und einem hohen Maß an Transparenz stattfinden.
Das Klimaschutzkonzept für den Landkreis Nürnberger Land wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen 03KS1572 gefördert.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme ist der Projektträger Jülich beauftragt.

Die Laufzeit des Projektes ist mit 12 Monaten angesetzt. Der Projektstart erfolgte im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Nürnberger am 21.Oktober 2011.
Die Bestandsaufnahme soll eine möglichst genaue Analyse der heutigen Situation ergeben. Wie viel Energie wird wofür verbraucht, wie hoch ist der Energiebedarf für Haushalte, Industrie, Gewerbe und Verkehr.
Hier wird ermittelt, wie viel Energie sich im Landkreis durch die Verwendung effizienter Technik einsparen lässt und andererseits wie viel sich durch den Zubau erneuerbarer Energien lokal erzeugen ließe.
Auf der Grundlage der ersten beiden Teile des Klimaschutzkonzeptes wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der konkrete Handlungsempfehlungen enthält und die es umzusetzen gilt.
Am Freitag, 21.Oktober 2011 fand die Auftaktveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Nürnberger Land im großen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. An dieser Auftaktveranstaltung nahmen neben Landrat Armin Kroder u.a. zahlreiche kommunale Vertreter (Bürgermeister des Landkreises) sowie Vertreter aus den Bereichen Unternehmen, Energieversorgung, Schornsteinfegerwesen, Wohnungsbaugenossenschaften, Bauinnung, IHK-Gremien, Amt für Landwirtschaft und Forsten und aus der Verwaltung teil.
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung wurde mit der Datenaufnahme für die Erstellung einer CO2-Bilanz begonnen.
Zu Beginn des Jahres 2012 haben 63 von 293 angeschriebenen Firmen und Unternehmen Datenerfassungsbögen zurückgesandt. Somit ist die Rückantwortquote mit 21,5 % im Vergleich zu anderen Abfragen in dieser Art als relativ hoch zu bewerten, dennoch ist es sehr wünschenswert noch viele weitere Rückantworten zu erhalten. Je mehr konkrete Daten vorliegen, desto weniger muss bei der Auswertung auf statistische Annahmen zurückgegriffen werden. In Folge dessen wird die CO2- Bilanz auch aussagekräftiger sein.
Die Datenerfassung zu den Energie-Verbräuchen in den kommunalen Liegenschaften ist nahezu abgeschlossen. Von den 25 am IKSK beteiligten Landkreisgemeinden haben bereits 17 die entsprechenden Daten erhoben und weitergeleitet. Die noch ausstehenden acht Datenerfassungen werden voraussichtlich bis Ende Januar 2012 ebenfalls vorliegen.
Momentan dauern die Datenerfassungen bei den Schornsteinfegern, den Energieversorgungsunternehmen und den kreiseigenen Liegenschaften noch an. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass auch diese Datenerhebungen bis Ende Januar 2012 zum Abschluss kommen.
Nach Abschluss der Datenerfassung ist die erste von (mindestens) drei Regionalkonferenzen geplant. Sobald ein Termin feststeht, wird dieser natürlich auch an dieser Stelle veröffentlicht werden.
Am 27.02.2012 wurden erste Ergebnisse der Datenerhebungsphase im Rahmen der Umweltausschusssitzung des Kreistages durch Herrn Prof. Dr. Brautsch (IfE) vorgestellt. Zu den Ausführungen sind in der Zeit vom 01.03.2012 bis 03.03.2012 in den Tageszeitungen „Der Bote“, „Pegnitz Zeitung“ und „Hersbrucker Zeitung“ entsprechende Artikel erschienen. Sie können den Artikel aus der „Pegnitz Zeitung“ hier einsehen:

Im Rahmen einer Bürgermeisterdienstbesprechung am 29.02.2012 im Landratsamt Nürnberger Land wurden die Möglichkeiten und Chancen zur Nutzung von Erneuerbaren Energien im Landkreis Nürnberger Land unter der Leitung von Herrn Landrat Armin Kroder dargestellt und diskutiert.
Referenten der N-Ergie AG Nürnberg, der Bürger-Genossenschaften „Landkreiswind“ und „Neue Energien West (NEW)“ informierten über Voraussetzungen, Schwierigkeiten und vorstellbare Betreibermodelle bei konkreten Projekt-Umsetzungen. Die Leiter der verschiedenen Stadtwerke aus dem Landkreis sowie Herr Prof. Dr. Brautsch (IfE) waren dazu ebenfalls eingeladen.
Ein wichtiges Ergebnis dieser Bürgermeisterdienstbesprechung war die Erkenntnis über die Notwendigkeit eines wiederkehrenden Dialoges und Austausches zwischen den beteiligten Akteuren sowie das gemeinsame Bestreben einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang zu setzen.
Am Montag, 25.07.2012 wurden in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft die ersten Ergebnisse der nachfolgenden Bearbeitungsschritte durch das bearbeitende Institut (IfE Amberg) vorgestellt:
In den kommenden Monaten wird nun bis zur Fertigstellung der Studie (zum Dezember 2012) ein Maßnahmenpaket erarbeitet werden, welches konkrete Projektvorschläge zu Umsetzung enthalten wird.
Am Donnerstag den 4. Oktober 2012 fand im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) statt. In dieser Abendveranstaltung sind - im Rahmen eines „Workshops“ - konkrete Maßnahmen-Vorschläge zum IKSK erörtert und diskutiert worden.
Präsentation 20121004 IfE Workshop | 810 K |
Am Montag, 22. Oktober 2012 wurde die vorläufige Abschluss-Präsentation des IKSK in einer gemeinsamen Sitzung dem Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft und dem Kreisausschuss präsentiert.
Das IKSK wurde in der Kreistagssitzung am Montag, 12. November 2012 einstimmig beschlossen.
Der Kreistag fasst folgenden Beschluss:
IkSK Nürnberger Land Endfassung | 2.6 M |