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Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale: Kreistag schließt sich der Karlsbader Erklärung an

NÜRNBERGER LAND (lra) – Erneut fordert der Kreistag Nürnberger Land die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale: Der Kreistag schloss sich einstimmig der Karlsbader Erklärung vom 2. Mai an und fordert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr auf, die verkehrlichen Verflechtungen und Potentiale zwischen Bayern, Sachsen, Tschechien und Polen bei der Neubewertung der Ausbaustrecke Nürnberg-Marktredwitz-Schirnding/CZ-Grenze zu berücksichtigen.

Das Bild zeigt einen Elektrotriebzug. Symbolfoto: Pixabay

Symbolfoto: Pixabay

70 Organisationen, Verbände und Personen haben die Karlsbader Erklärung mittlerweile unterzeichnet, berichtete Patrick Leitl, Leiter der Geschäftsstelle Bahnelektrifizierung in seinem Referat über den aktuellen Stand zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Adressat der Karlsbader Erklärung sind insbesondere die nationalen Verkehrsministerien und Regierungen. An sie ergeht der Appell, die Franken-Sachsen-Magistrale als Teil des Europäischen Kernnetzes ohne weitere Verzögerung zu elektrifizieren und bei einer Neubewertung der Strecke vorhandene Potentiale und Verkehrsbeziehungen nach Tschechien und Polen explizit zu berücksichtigen. „Wir appellieren mit größtem Nachdruck an die Regierungen in Berlin und Prag, diese zentralen grenzüberschreitenden Bahnvorhaben von europäischer Bedeutung ohne weitere Verzögerungen zu realisieren. Hier kann europäische Einigung und Zusammenarbeit in Mitteleuropa unter Beweis gestellt werden“, heißt es in der Karlsbader Erklärung wörtlich.

Landrat Armin Kroder freute sich über das einstimmige Kreistagsvotum: „Wir wollen, dass der Bund die Signale auf grün stellt und die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale begonnen wird. Das ist und bleibt eine politische Entscheidung.“ 
Kristine Lütke (FDP), Kreisrätin und Bundestagsabgeordnete, informierte, dass Parlamentarier in Berlin am kommenden Donnerstag einen interfraktionellen Parlamentskreis zu dem Thema gründen werden. Eine Vertreterin des Bundesverkehrsministeriums wird anwesend sein. „Wir haben das Thema weiterhin im Blick“, sicherte sie zu. 
Europaabgeordnete Marlene Mortler (CSU) erinnerte an den Einsatz der Europaparlamentarier, damit die Franken-Sachsen-Magistrale weiterhin TEN-Strecke und damit Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes bleiben konnte.

Die Franken-Sachsen-Magistrale ist Teil des Transeuropäischen Kernnetzes und als Drehkreuz im Magistralen-Dreieck Dresden-Nürnberg-Prag von internationaler Bedeutung, unterstreichen auch die Partner aus Tschechien, die seit vielen Jahren ihren Teil der Elektrifizierung erfüllt haben. Der längst überfällige Lückenschluss ist für die Menschen und die Wirtschaft in der Region von größter Wichtigkeit. Die Elektrifizierung ist eine Grundvoraussetzung für eine gute Anbindung an den Schienenfernverkehr, den Schienengüterverkehr und den Bau der S-Bahn von Nürnberg nach Neuhaus mit Abzweig in Neunkirchen am Sand nach Simmelsdorf/Hüttenbach.
 

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