Insgesamt haben rund 2.300 Personen aus 1.040 Haushalten an der Befragung teilgenommen und Angaben zu allen an einem Stichtag zurückgelegten Wegen gemacht. Berücksichtigt wurden alle Wochentage, inklusive Wochenende. Für eine genauere Analyse wurde der Landkreis in sechs Teilgebiete untergliedert.
Die Aufteilung auf die verschiedenen Verkehrsmittel, aber auch die durchschnittliche Streckenlänge und Unterwegszeit liegen insgesamt im erwartbaren Bereich für suburbane und ländliche Räume. Im Durchschnitt war jede befragte Person für 32 Kilometer Weg 67 Minuten pro Tag unterwegs. Während Werktage von so genannten „Pflichtaktivitäten“ wie Arbeit oder Ausbildung geprägt sind, werden Samstage überdurchschnittlich häufig für Einkäufe sowie Sonn- und Feiertage für Wege zu Freizeitaktivitäten genutzt.
Bei der Verkehrsmittelwahl wurden 51 Prozent der Wege mit dem PKW unternommen. Auf den Umweltverbund verteilt sich der Rest folgendermaßen: 27 Prozent zu Fuß, 12 Prozent ÖPNV und 10 Prozent Fahrrad. Der letztgenannte Wert zeigt einen deutlichen Anstieg des Radverkehrs im Landkreis: In einer vergleichbaren Studie im Jahr 2017 nutzten 6 Prozent das Fahrrad.
Das politisch gesetzte Ziel, 10 Prozent Radverkehr im Jahr 2030, hat der Landkreis demnach schon jetzt erreicht. Die weitere Planung wird an diese Ergebnisse angepasst, denn „Fahrradfreundlichkeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon, den wir mit Überzeugung und Ausdauer verfolgen", erläutert Landrat Armin Kroder. „Wer heute in sichere und attraktive Radinfrastruktur investiert, gestaltet die Mobilität von morgen. Der Verkehr ist ein lebendiges System und wir sorgen dafür, dass das Fahrrad darin selbstverständlich seinen Platz hat.“
Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung 2025 werden im Detail beim monatlichen, offenen „Forum Radfahren im Nürnberger Land“ am 25. März von der Radverkehrsbeauftragten Verena Loibl vorgestellt. Sie stehen außerdem auf www.nuernberger-land.de zur Verfügung.