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Onlineveranstaltung: Großes Interesse an ausländischen Arbeitskräften

NÜRNBERGER LAND (lra) – Die Onlineveranstaltung „Einwanderung und Anerkennung von ausländischen Arbeits- und Fachkräften“ ist bei den Unternehmen der Region auf großes Interesse gestoßen. Dies war die erste Veranstaltung der Wirtschaftsförderung des Landkreises im Rahmen der Kooperation der Allianz pro Fachkräfte im Nürnberger Land.

Sehr ausführlich und kompetent haben die Referent*innen von Arbeitsagentur, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie der Ausländerbehörde des Landratsamtes die aktuellen Gegebenheiten und rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet“, freute sich Frank Richartz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Anna Heinze-Lahcalar vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur hat die Wege und Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur vorgestellt. In verschiedenen Projekten akquiriert die Agentur beispielsweise Arbeitskräfte direkt in Spanien, Nordafrika, Bosnien und Herzegowina, Tunesien, Indonesien, Indien und auf den Philippinen. Die Unterstützung der Arbeitsagentur endet allerdings nicht mit der Akquise, sondern erstreckt sich auch auf vorbereitende Tätigkeiten zur Einreise und Betreuung in Deutschland.

Eine ganz wesentliche Rolle spielt das von den Kammern betriebene Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse. Nina Kielmann von der Handwerkskammer und Carolin Schweizer von der IHK referierten gemeinsam über das Verfahren und die Möglichkeiten, durch Anpassungsqualifizierungen noch fehlende Kenntnisse gezielt nachzuholen. Dieses Verfahren lässt sich auch auf Personen anwenden, die aktuell schon in Deutschland beschäftigt sind. Ein gutes Instrument, um die Qualifikation der Belegschaften zu erhöhen.

Martin Bauer und Johannes John von der Ausländerbehörde im Landratsamt klärten über die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Erlangung von Aufenthaltstiteln auf. Ein zentraler Punkt des Vortrags war auch das beschleunigte Fachkräfteverfahren und der Familiennachzug.

Das Einwanderung in Unternehmen sehr erfolgreich sein kann, bestätigten Arlinda Merdani vom Lindenhof in Hubmersberg und Herbert Schmidt von Schmidt Haustechnik. Beide berichteten von ihren positiven Erfahrungen und gaben wertvolle Tipps, die zu einer gelungenen Integration gehören.

Das Thema der gezielten Einwanderung ist vor dem Hintergrund des aktuell drastisch zunehmenden Arbeits- und Fachkräftemangel ein wertvolles und unverzichtbares Instrument, so das Fazit der Veranstaltung. Es war für die Unternehmen wichtig zu erfahren, dass es zahlreiche regionale Ansprechpartner*innen gibt, die sie bei dieser anspruchsvollen Herausforderung unterstützen.

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